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Teilnehmer eines Tabletop-Exercises (3/5)

Veröffentlicht am: 2. September 2026
Autor: David Peyer

Ein Tabletop-Exercise lebt von den richtigen Teilnehmenden. Ziel ist es, alle Fachbereiche einzubeziehen, die im Ernstfall Entscheidungen treffen oder von einem Cybervorfall betroffen wären. Je nach Übungsziel nehmen in der Regel 4 bis 15 Personen teil – gross genug für unterschiedliche Perspektiven, aber klein genug für eine zielgerichtete Diskussion.

Tabletop-Exercise 3

Die wichtigsten Rollen

Ein erfolgreiches Tabletop-Exercise benötigt neben den Fachbereichen auch ein Organisationsteam:

  • Moderator: Leitet die Übung, präsentiert das Szenario, bringt neue Ereignisse ein und führt durch die Diskussion.
  • Protokollführer oder Beobachter: Dokumentiert Entscheidungen, Erkenntnisse und Verbesserungspotenziale und unterstützt den Moderator bei der Nachbereitung.

Die Moderation kann sowohl intern als auch durch externe Spezialisten erfolgen. Interne Moderatoren kennen die Organisation sehr gut, während externe Experten häufig zusätzliche Erfahrung, neue Perspektiven und methodisches Know-how einbringen.

Welche Fachbereiche sollten vertreten sein?

Welche Abteilungen teilnehmen, hängt vom jeweiligen Szenario ab. Häufig sind unter anderem folgende Bereiche beteiligt:

  • IT und IT-Security – bewerten technische Auswirkungen und koordinieren die Incident Response.
  • Management (CEO, CIO, CISO etc.) – trifft strategische Entscheidungen und priorisiert Massnahmen.
  • isk Management & Compliance – berücksichtigt regulatorische Anforderungen und Unternehmensrichtlinien.
  • Rechtsabteilung – beurteilt Meldepflichten, Datenschutz und rechtliche Risiken.
  • Kommunikation – plant die interne und externe Krisenkommunikation.
  • HR – unterstützt bei internen Vorfällen und Mitarbeiterthemen.
  • Finanzen – bewertet wirtschaftliche Auswirkungen und Ressourcen.
  • Operations – beurteilt Auswirkungen auf den Geschäftsbetrieb.
  • Kundensupport – bringt die Sicht der Kunden ein und erkennt Vorfälle häufig als Erste.

Nicht jede Übung braucht alle

Nicht jedes Tabletop-Exercise richtet sich an die gesamte Organisation. Häufig werden Übungen gezielt auf bestimmte Zielgruppen zugeschnitten:

  • Technischer Fokus: Für IT- und Security-Teams mit Schwerpunkt auf Erkennung, Eindämmung und Wiederherstellung.
  • Operativer Fokus: Für Fachbereiche, die gemeinsam Geschäftsprozesse und Krisenabläufe koordinieren.
  • Management-Fokus: Für Geschäftsleitung und Verwaltungsrat, bei denen strategische Entscheidungen, Risikobewertung und Krisenführung im Vordergrund stehen.

Die Auswahl der Teilnehmenden sollte sich immer am Übungsziel orientieren. Je besser die beteiligten Rollen auf das Szenario abgestimmt sind, desto realistischer und wertvoller sind die gewonnenen Erkenntnisse.

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Quelle: Hive Systems

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